Samstag, 31. Oktober 2009

Endlich – oder - Verdammt, ich habe ES getan!

Schon länger denke ich an die Anschaffung eines Notebooks. Bisher war mir nur immer alles zu groß, um es in meinem Rucksack sicher zu transportieren oder zu teuer. Ein alternativer Gedankenansatz musste her. Die Netbooks! BUMM, schoß es durch meinen Kopf, "das Isses"!

Nach einem halben Jahr Unentschlossenheit, endlosen Stunden des Surfens quer durchs Internet und nervenaufreibenden Abwägens habe ich letzten Sonntag zugeschlagen und ein Sammy Nc-10 erstanden. Ihr wisst sicher, wovon ich spreche. Wartet man auf den Nachfolger, wird er genausogut sein? Ich kann euch sagen, während der drei Tage dauernden Zustellung einen Ruhepuls zu etablieren war nicht leicht.

Es ist neu, „out of the box“, hat UMTS und WLAN(KAY2DE), noch 1GB RAM, zunächst XPHome, zusammengesteckt irgendwann im August 2009 und es gab mir das Eheversprechen für lächerliche nur 289,-€. Da konnte ich nun wirklich nicht mehr NEIN sagen und lies die Mächte der Kosumlust über meine momentane finanzielle Situation und all die anderen Prämissen obsiegen und kaufte sogleich noch einen Surfstick bei O² für insgesamt günstige 37,00€.

Ich habe es bisher nicht bereut. Soviel sei schon mal vorweg genommen.

Ihr werdet nun fragen, warum jetzt noch ein NC-10 wo es doch IT-technisch schon ein wenig antiquiert erscheinen mag? Ich erachte N120 und Co. irgendwo nicht als würdige Nachfolger. Zum Einen fehlt mir einfach hier und da der gewisse Haben-Will-Effekt. Denn Optik und Haptik wirken in meinen Augen nicht ganz so wertig wie beim NC-10. Die Ecken sind deutlich runder und wirken irgendwie beliebig dahindesignt und moppelig. Zum Anderen bieten sie keinen hardwaretechnischen Fortschritt feil. Ein etwas kleineres Touchpad beim NC-10 und die kleinen und ständig überforderten Lautsprecher nehme ich da in Kauf.

In den meisten Fällen wird mein Kleiner Sammy sowieso den bewährten Yamaha AX-1070 Verstärker oder meine Kopfhörer antriggern. Die Anschaffung einer extra Maus überlege ich mir dennoch noch einmal. Schließlich lautet das Motto Simplizität um jeden Preis.

Die Preise für das NC-10 sind in den letzten Wochen massiv gesunken(Schmerzgrenze 300€) und ich hätte um ein Haar bei den KBxxx-Modellen zugeschlagen und mich konnte nur das nun fehlende LED-Backlight vom Kauf abhalten. In Angesicht von nun vorhandenem UMTS kann ich nur sagen, das ich Alles richtig gemacht habe. Ich möchte es aus zweierlei Gründen nicht mehr missen. Hatte ich doch anfangs UMTS gar nicht als Feature in meine Überlegung einbezogen, so ist es nicht nur bequem, außerdem bietet der zweite PCI-Slot die Möglichkeit auf eine Broadcom HD-Beschleunigerkarte(bei Verzicht auf WLAN oder UMTS).


Gut, aber wollen wir mal ausnahmsweise das Protokoll einhalten und beginnen ganz von vorn. Nachdem ich das herbeigesehnte Paket auf dem Tisch stehen hatte gleich erstmal Kaffee, ein paar gute jazzy Tunes in die Wiedergabeliste meines Desktop-Rechners eingeworfen – Volumenregler auf kurz vor 12 und den allseits bekannten Freudentanz aufgeführt(das war dann allerdings die LP-Variante). Dann ging es ganz genüßlich ans Ausspacken. Zunächst waren die beigelegten Heftchen weniger interessant und das hat sich bisher auch nicht geändert. Wer hört schon gern auf den mahnenden Fingerzeig und lädt erst den Akku? Richtig, man installiert zuerst das OS und erst wenn sich die Aufregung gelegt hat, steckt man den Akku dazu.

Aber ich schweife ab. Es fällt das kleine Netzteil positiv auf sowie auch die Möglichkeit, verschiedene Adapterkabel für Auslandsaufenthalte zu verwenden. Kleiner Tipp: Wer einen Elektrorasierer(oder etwas Ähnliches)benutzt, kann hier sogar überflüssiges Kabelgewirr sparen.

Die beigelegte Tasche ist gut, wenn man das NB in sicherer Umgebung transportiert und der oft bemängelte fehlende Klettverschluß fehlt nicht, denn man klappt die Lasche einfach rein. Ein nettes Gimmick, mehr auch nicht. Nächste Woche muss ich mich mal nach einer schicken Tasche umsehen.

Der Akku wirkt kompakter, als ich ihn von den Elektronikmärkten in Errinerung hatte und die clever designte Arretierung fällt mir zum erstmalig auf. Doch wird er zunächst zur Seite gelegt.

Dann der Hauptakt, aus der Folie, ab die Folie. WOW. Ich bin begeistert und gehe innerlich vom breiten Grinsen allmählich zum Eigenlob über. Netzteil angeschlossen, und schon verbringe ich die nächsten zwei Stunden damit, Windows zu konfigurieren und zwischen NB und und Desi mit dem USB-Stick hin und her zu rennen. Trotz wachsender Begeisterung zeigen erste Benchmarks mir die anderen, verpflichtenden Seiten einer Beziehung auf(siehe Photos). Hier wird es noch einige Wochen der Optimierung brauchen, bis alles wie geschmiert läuft.

Was mich monatelang vom Kauf abgehalten hat, war meine Sorge, mich an ein 1024x600p kleines Display zu gewöhnen. Die Sorge ist zum großen Teil gewichen. Ein wenig an den Abmessungen des Desktops herum geschraubt und es lässt sich prima arbeiten. Bisher laufen Firefox(schon angepasst), Open Office, ein paar Flashspiele und sogar Samplitude nimmt problemlos eine Spur bei 16-bit, 44.1kHz eines Internetradiostreams(auch hier integr. UMTS) auf.

Dabei hält sich die CPU-Last erfreulicherweise in Grenzen(siehe Photo). Bei Arbeiten wie der Normalisierung der Spur nimmt sich der Sammy dann ein wenig Bedenkzeit und auch das Beenden von Samplitude dauert etwas länger als erhofft. Hier sehe ich die Festplatte und die CPU an der Grenze der Leistungsfähigkeit. Als Nächstes gilt es an die Leistungsgrenzen zu gehen und dann sogleich komplexere Audioprogramme zu testen. Stay tuned.


Um nochmal auf mein zögerliches Verhalten bei der Kaufentscheidung zu kommen...

Die Mehrzahl der von mir geschätzten Programme benötigen halt eine Mindestauflösung von 1024x768 und als Hardwareanbindung wollte ich ursprünglich unbedingt einen Express-Card-Slot.

Nun gab es den nur bei wenigen NB`s. Dell und Lenovo kamen mir hier als Alternativen in Frage. Ich war sehr enttäuscht, als das S10-2 HD(auch noch in glossy) herrauskam und auch noch der EC-Slot fehlte. Dell schied frühzeitig aus, wegen des hohen Preises. Letztendlich habe ich mich für die bessere Verarbeitungsqualität des Sammys entschieden. In meinen Augen ein vertretbarer Kompromiss, zumal der Preis hier nun stimmte. Ich hatte zwischenzeitlich ja schon Angst bekommen, keinen mehr zu bekommen.

Fassen wir also zusammen. Ich habe hier mit dem NC-10 KAY2DE ein sehr mobiles und vielseitiges Gerät mit guter Akkuleistung. Gerade die Beschränkung auf Wesentliches macht in meinen Augen Sinn. Es hilft mir, bei der Auswahl von Software mehr auf Ressourcenschonung zu achten und hilft somit auch, Prozesse eines Rechners besser zu verstehen und bewerten zu können. Auch hat man ganz anders als am Desktop-Rechner, vielmehr Lust sich am "Life in the tube" zu beteiligen. Am Desirechner will ich meine Ruhe haben und benutze ausschließlich TS und Email zur Kommunikation. ICQ und andere Messenger waren mir bisher zu nervig. Zum Einen habe ich ungerne 50+ Prozesse beim Arbeiten mit 3D-Software, Musikbearbeitung und Zocken. Außerdem halten solche Messenger auch von der Arbeit ab. Mit dem NB kann ich es mir nun sehr gut vorstellen sogar Dienste wie Twitter aktiv zu benutzen. Einen Blog erstellt habe ich nun schon. Ohne NB bin schon zweimal kurz vor der Blogerstellung umgekehrt und habe mich wieder anderen Aufgaben gewidmet. Kurzum: Ich endecke neue Aufgabenbereiche, Interessungen und damit auch vllt. mich selbst ein Stück weit neu.

Der einzig echte Kritikpunkt ist der zugekaufte O² Prepaid Stick. Ich benutze das integrierte UMTS-Modul. Somit entfällt natürlich die Benutzung der Sticksoftware, was bedeutet, daß ich jedesmal die Karte ausbauen und damit das System 2x neu booten muss, um das Guthaben aufzuladen, bzw. neue Packeteinstellungen vorzunehmen. Die Aufladung über SMS erscheint mir unkomfortabel(eventuell gewöhne ich mich daran ja noch....). Außerdem meine ich gelesen zu haben, daß der aktuell ausgelieferte O²-Stick(Huawei E161) nur 3,6Mbit/s DL leistet, daß muss ich aber bei Gelegenheit noch mal überprüfen.

Mein Appell an Samsung und alle anderen Hersteller(Einige begreifen das anscheinend nicht) kann nur lauten, auf keinen Fall auf matte Displays zu verzichten. In meinen Augen – verzeiht den Wink mit dem Zaunpfahl – ein sehr wichtiges und unverzichtbares Qualitätsmerkmal. Eine etwas höhere native Auflösung von 1280x768p würde Sinn machen. Mein nächstes 10“NB muss das bringen, sonst wird es nicht angeschafft. Ich würde mir wünschen, das mehr Hersteller HD-Beschleuniger integrieren. Hier sind ist Broadcom und die Anbieter der verschiedenen Player in der Pflicht diese Hardware zu integrieren.Auch ist Adobe gefragt, Flash anzupassen(kommt ja hoffentlich Q1 2010).

Nicht, weil die Benutzer mit dem Kauf eines günstigen NB Geld sparen wollen ist das von eminenter Wichtigkeit, sondern weil der Trend generell zu hoch aufgelösten Streams und Inhalten geht und weiter gehen wird. Nicht, daß ihr mich missversteht, denn ursprünglich hatte ich ja von Beschränkung aufs Wesentliche gesprochen. Keine existierende Intelligenz würde aber bestehende Potenziale nicht auch benutzen. Es gibt sogar Parallelen in die Tierwelt, was den techn. Fortschritt angeht, die die Hersteller nicht außer Acht lassen dürfen. Stichwort: Verhaltensforschung.

Gibt man einem Kapuzineräffchen eine einfache Aufgabe und stellt als Belohnung ein Stück Brot in Aussicht, wird nicht lange überlegt. Gesellt man ein zweites Äffchen hinzu und belohnt es mit einer Weintraube, so wird Äffchen Nummer zwei die gestellte Aufgabe ums Verrecken nicht mehr lösen. Es will nun auch schon eine zuckersüße Traube haben. Davor ist auch kein menschl. Wesen gefeit.

Ich würde mir - noch eher wie einen leistungsfähigeren Chipsatz – angepasste Software wünschen. Eventuell sogar auf Linux basierende Betriebssysteme, die einen Support vom NB-Hersteller haben.

Es ist bei Weitem nicht jeder Nutzer in der Lage, Windows-Prozesse manuell zu optimieren. Die Hersteller könnten das spielend machen, wenn sie sich etwas unabhängiger vom Wintel-Kartell machen würden. Der Intel-App-Store ist ja prinzipiell keine schlechte Sache, es sollte aber besser noch einen Samsung(Lenovo, Dell …) App-Store geben. Natürlich wäre das nur in Verbindung mit individueller Hardware bei den jeweiligen Herstellern sinnvoll. Noch ist das allerdings Zukunftsmusik.


Eine Sache noch. Wenn ich in 10 Jahren über ein NB nachdenke, könnten mir bei der Auswahl in Ermangelung von Nerven und Testosteron graue Haare wachsen. Das könnte und muss dann durch eine Beschränkung und Vereinfachung der Modellvielfalt geschehen. So stehen mir bei Samsung in Sachen 10Zoll-Display N110, N120, N130, N140, N310 und NC-10 zur Verfügung. Alleine beim NC-10 gibt es mindestens 10 verschiedene Komponentenkombinationen. Welche Verschwendung von (Rohstoff-)Ressourcen, Zeit und Manpower. Klar, Netbooks befinden sich noch in der Entwicklungsphase und entdecken neue Einsatzhorizonte, aber gerade deswegen darf der Käufer bei seiner Entscheidung nicht eingeengt oder gar überfordert werden. Im Moment verliert sich die vom Benutzer erwartete Einsatzvielfalt von NB`s noch in den dunklen Tiefen von Modellnummern. Das muss aufhören!

So, nun muss ich für heute zum Ende kommen. Bilder werden nachgereicht, denn:

  1. Ist gerade meine Jolicloud-Einladung angekommen. Jippie! Eine Einladung, die ich mir für die ferne Zukunft von Samsung(oder einem anderen Hersteller) zu bekommen gewünsche.

  2. Muss ich jetzt in den Garten fahren, Laub verbrennen. Es ist ja viel zu schönes Herbstwetter um Daheim zu versauern. ;)


Schönes Samstag wünscht

sub


Freitag, 30. Oktober 2009

Herzlich Willkommen auf subblement

Hier entsteht eine neue Blogpräsenz. Womit sie sich befassen wird?
Tja, wenn ich das wüßte.

Wie der Name schon vermuten läßt, wird hier meine Meinung zu meinen Interessensgebieten feilgeboten. Kurz gesagt, geht es um Radtechnik, Radsport, Musik, Technik, Wissenschaft, Politik und wahrscheinlich öfter als voranstehende Politik wird es hier um Simracing gehen.

Vom ausführlichen Artikel bis zum kurz gefassten Headsup wird es hier demnächst mehr von mir geben...