Sicherlich wurden unzählige Gedanken - die ich hier gerne nochmals äussere - bereits gedacht, niedergeschrieben oder zumindest sind sie publik.
Heute gab es für meinen Sammy einen nigelnagelneuen 2GB Kingston RAM und eine "LaRobe Protection" Verhüllung für die verbesserte Beweglichkeit per Velo.
Ich muss sagen, ich habe Blut & Wasser(in diesem Fall kein Quellwasser) geschwitzt, als ich das RAM-Fach geöffnet habe. Nun gut, aber der Reihe nach. Gewöhnt euch dran, ich denke zwar meist einen Schritt vorraus, aber meist trifft dieser Prozesss auf einen bereits laufenden Arbeitsgang in Ermangelung vorangegangener Überlegung. Ergo, genau in dieser Weise würde "Multitasking"-Windows auch verfahren. ;)
Ungeduscht zurück vom Cyberport wuselte ich also durch meine - in die Wohnung integrierte - Werkstatt, um einen PZ2 Schraubendreher zu ergattern. Doch ich mußte feststellen, daß das gesuchte Utensil sich wohl noch in der Garage befinden müsse(Verflucht nochmal, dort hat es doch eigentlich(!) einen eigenen "Uhrmacher"satz zum liegen...). Also griff ich zum PZ 00x40 und siehe da...
Nach anfänglich zu überwindendendem Schraubensicherungslack(ich vermute Loctite 243 oder ähnlich aufgrund der Antrocknung) konnte ich die Schraube zum RAM-Fach lösen. Als wichtig wäre hier Folgendes zu beachten. Ich habe einen nicht passenden Schraubendreher benutzt. Benutzt man einen Solchen, so muss man vor(!) Aufwendung des zum Lösen aufgebrachten Drehmomentes sicherstellen, daß der Schraubenkopf und die Passung des vorgesehenen Profils keinen Schaden erleidet. Die Möglichkeit, daß der Schraubenkopf abbricht, ist zwar bei herstellerseitiger ausreichendender Vorbereitung von Schraubengewinde und Gegenstück nur gering ausgeprägt, dennoch ist die Möglichkeit, daß - gerade bei mehrfacher Handhabung - das vorgesehene Profil des Schraubenkopfes übermässig ausleiert, sehr wahrscheinlich.
Somit kann ich Niemandem empfehlen, ohne entsprechendes Werkzeug, seinen Sammy zu öffnen. Möglich ist es aber durchaus.
Zur besonderen Beachtung sei hierbei angemerkt, daß der Schraubensicherungslack bei der spezifischen Gewindegröße eine nicht zu unterschätzende Überlastung des vermutlich vorgesehenen Lösungsmomentes bedeuten. Ich habe es nicht nachgemessen, aber ich denke mal daß wir es hier mit Schrauben vom Kaliber 1,2 oder 1,6M nach ISO zu tun haben. Diese sind immerhin einsatzgehärtet und die Gewinde scheinen sämtlich hartverchromt. Das spricht schon für die Fertigungqualität und macht das Tippen hier um einiges pulsfreundlicher.
Einmal versaut, lassen es diese "Schräubchen" aber definitv nicht zu, angebohrt und mit einem Linksausdreher befreit zu werden. Also nochmals: VORSICHT!
Wie beheben wir nun also dieses Problem mit dem richtigen Kreuzi?
Vorhandenen Schraubendreher locker aufsetzten und prüfen, ob er sich ohne Druck auf den Schaft im Profil verdrehen lässt. Tut er das nicht, greifen wir den Schaft ordentlich mit 3 Fingern und lösen die Schraube aus ihrer Starre mit einem Ruck. Der Ruck ist wichtig, um nicht die Gewinde plan zu ziehen. Dies ist ein uralter Schraubertrick, mit dem sich sogar oberflächenrostige Gewinde aus ihrer Verbindung lösen lassen. Im Falle von Schraubensicherungslack ist das Gefühl im ersten Moment ähnlich.
Gut, Schraube ist raus. Aber der Deckel(im Raster 2x2 mit Kühlungsöffungen durchbohrt, lässt sich nicht abheben. Kurz die möglichen Verankerungsvarianten durchdacht, drehe ich mir zunächst eine Ziggi. Naja, Schwitzschwitz, ohne den Deckel inklusive drohendem Verlust abgehoben zu haben, komme ich hier nicht weiter. Google? Fehlanzeige.
Kurzum. Ist die Schraube erstmal raus, so kann man den RAM-Deckel an der Seite der Verschraubung leicht anheben und zu sich selbst ziehen. Dabei erblickt man man auf der, der Verschraubung gegenüberliegenden, Seite zwei Nasen, die aus dem Gehäuse hervorschauen.
Problem! Auch in der Mitte gibt es links und rechts je eine (Haken-)Nase, die sich recht hartnäckig in das Gehäuse krallen. Zwar ist da Gehäuse aus gutem Kunstoff(da wo ich herkomme, heißt das Plast^^) gefertigt, aber über 30° sollte man nicht gehen. Sonst drohen irreversible plastische Verformungen. Die Kreditkarte kann hier helfen, aber hebelt nicht über den vorhandenen RAM drüber, sonder bewegt euch wenn, dann an der Kante entlang. Ich bin mit einem alten Zahnarzt-Pickel seitlich unter die Hakennase gefahren und habe beide Nasen nach jeweils außen vorgehebelt. Dann kann man auch fast ohne mechanische Beanspruchung die Abdeckung lösen.
So, Deckel ab. Microfaserpulli aus und geerdet klippste ich mit beiden Händen die trompetenblechbehalfterten Clips auseinander und der Riegel springt mir entgegen. Jetzt nur den Neuen 2GB Riegel eingesetzt(Nochmal erden(Chip und Mensch)!!!) und von schräg(ca.35°) einsetzen. Deckel einschieben, einclippsen und fertig. Schweiss abwischen nicht vergessen! :)
Windows hat nach kurzer Bedenkzeit den Riegel problemlos erkannt, jetzt fehlen noch die Benchmarks und Linux.
Die Tasche hat sich zwar noch nicht im Alltagseinsatz bewährt gemacht, das kommt jetzt direkt aber noch live. Dann erzähl ich euch auch, ob dieses tolle (8ung!) "Low Resilience PU(LRPu) technology"-Zeugs was taugt. Ab geht es in den Rotlichtdestrikt.
Up...up`n away.. :)
Montag, 9. November 2009
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und rockt die bude jetzt?
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